Okt 202008
 

Heut hat mich die Kolumne im Stern inspiriert, in der Jan Weiler berichtete, wie er jahrelang glaubte, dass Kapern als kleine Tiere aus dem Meer gefischt werden.

Dabei fiel mir spontan wieder ein, dass ich als Kind das Wort „Delektiv“ kannte. Emil und die Delektive. Erst als ich in der beginnenden Pubertät begann, die drei Fragezeichen zu lesen, wunderte ich mich, wieso dort der Druckfehler „Detektiv“ so konsequent durchgezogen wurde. Irgendwann blätterte ich im Duden nach und musste meinen Delektiv zu Grabe tragen.

Ganz ähnlich, nur viel länger – weil es so selten geschrieben wird – ging es mir mit dem Wort Freudel, der dann doch nur ein Feudel war.

Und das letzte Beispiel, was mir jetzt so spontan einfällt, ist die Spinix aus Asterix (die ohne Nase, weil Obelix drauf geklettert ist), die am Ende doch nur eine Sphinx war. In diesem dritten Beispiel war es bei mir aber kein Hör- sondern ein Lesefehler, wie man an der starken lautsprachlichen Abweichung sofort merkt. Das Wort „Sfinx“ war mir halt nie über den Weg gelaufen, so habe ich wohl irgendwie aus dem h ein i gemacht, weil es einfacher auszuspechen war. Schpinix.

  One Response to “Lebensirrtümer”

  1. Liebe Kathinka!

    Ich habe deinen „Delektiv“ in meiner Kindheit auch gekannt und vermisse ihn bis heute. Es war wie eine Verschwörung als plötzlich überall dieses „t“ stand und keiner sonst sich daran zu erinnern schien, dass es ihn je mit „l“ gab! Bis ich deinen Blogeintrag gefunden habe. 🙂

    Hab mich sehr gefreut zu lesen, dass Du ihn auch gekannt hast!

    Alles Liebe

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