Mai 172017
 

Ich habe ja zwei professionelle Nistkäste im Garten hängen, einen speziell für Meisen, einen für Rotschwänzchen. Letztere sind sich zu fein für mein Angebot, erstere haben es ja schon öfter angenommen. Da beide Kästen dicht bei einander hingen und ich gehört habe, dass sie einen Mindestabstand von fünf Metern haben sollen, habe ich heuer den Rotschwänzchenkasten umgehängt und den bewährten Meisenkasten an der alten Stelle gelassen.

Dann habe ich vor einigen Wochen bei Aldi einen Deko-Nistkasten gekauft und an der Terrasse aufgehängt.

Und nun ratet, welchen Kasten die Meisen bezogen haben.

Ja, genau, den Deko-Kasten an der Terrasse.

Vor einigen Tagen habe ich eine Meise erwischt, wie sie mit einem Schnabel voll Moos an eben diesem Kasten saß. Danach warf ich mal einen Blick hinein und tatsächlich war ein Nest gebaut worden.

Dieses Jahr war ja bisher eher kalt, weswegen wir selten draußen war. Daher hatte die Meise sich wohl diesen Platz ausgesucht. Das wird sich mit steigendenden Temperaturen aber ändern, ich bin nicht bereit, meine Terrasse für eine Meisenfamilie aufzugeben. Aber ich weiß ja auch dank meines Kollegen, dass Meisen ihrer Brut sehr treu sind. Nun war die Frage, ob die Störungen zu viel werden, bevor sie beginnen, Eier zu legen.

Vorgestern sah ich dann, dass das Nest mit Federn ausgelegt war, was ein deutliches Indiz dafür ist, dass es nun ernst wird. Und heute habe ich dann auch das erste Ei entdeckt. ­čÖé

Nun werden wir wohl aus nächster Nähe mitbekommen, wie die jungen Meisen aufgezogen werden.

Und der Profi-Kasten am ruhigen Ende des Gartens steht leer.

Die haben echt eine Meise, die Meisen. ­čśÇ

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