Mai 262016
 

Das Nest war still, ich wagte wieder, einen Blick hineinzuwerfen. Drei tote Jungtiere habe ich rausgeholt, das Nest erst mal drin gelassen. Ich hoffe, die anderen drei haben es geschafft und singen nun für mich. Diesmal sind sie völlig unbemerkt auf dem Nest gegangen.

Hinter dem Weiter-Link versteckt sich ein Foto der toten Jungtiere. Continue reading »

Mai 122016
 

Es kann natürlich auch Mama Meise sein… Aber auf jeden Fall hat mein Reingucken die Familie nicht weiter gestört. Es wird eifrig gefüttert und die Jungen werden jeden Tag lauter.

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Mai 112016
 

Ich wollte sie ja eigentlich in Ruhe lassen, aber da ich ein totes Meisenküken auf dem Weg gefunden habe (zu groß für meine, aber es machte mich trotzdem unruhig) und ich immer noch nichts aus meinem Meisenkasten hören konnte, beschloss ich heute, doch mal wieder einen Blick reinzuwerfen, mit den schlimmsten Befürchtungen.

Als dann Mama panisch flüchtete, als ich die Klappe öffnete, war ich erst mal beruhigt und wollte nachfühlen, wieviele Eier es nun sind. Zum Glück habe ich vorher geschaut und dann ganz schnell die Kamera reingehalten.

Hinterher habe ich den Kasten so lange beobachtet, bis eine Meise wieder rein ging. Alles gut gegangen. Puh. 🙂

Ich habe also (vermutlich, ist schwer zu zählen) sechs Küken.

Vermutlich sind sie 1-2 Tage alt, sie werden mit knapp unter 1 Gramm geboren und nehmen die ersten Tage pro Tag ca. 1 Gramm zu. Beide Eltern füttern, meist abwechselnd, selten sind sie auch gleichzeitig im Kasten.

Falls es jetzt zu Pfingsten kalt wird, wird die Mamma hudern, sie “brütet” die Jungen warm, so dass sie weiter den Schnabel aufsperren. Ohne den gelben Schnabelreiz füttern die Alten nicht bzw. wissen nicht, wo sie die Raupen reinstopfen sollen, die Kleinen werden schwächer und sperren noch weniger. Ein tödlicher Kreislauf, der verhindert werden muss.

Meisen haben einen sehr starken Futtertrieb. Ein Sperling würde nach so einer Störung schon nicht mehr zurückkommen. Deswegen im Zweifel immer die Tiere in Ruhe lassen. Und auch die Nerven der Meisen sollte man natürlich nicht überstrapazieren.

Interessant ist es auch, den “Toilettendienst” zu beobachten: Die Kleinen haben um die Vogelkacke ein Häutchen, so dass die Eltern die Scheisse mit dem Schnabel raustragen und irgendwo fallenlassen können. Sogar mit den Fingern kann man das Säckchen vorsichtig wegnehmen, ohne es zu zerreissen,  falls man die Kleinen z.B. zum Wiegen in der Hand hat und einer gerade was rauslässt.

Apr 242016
 

Heute habe ich wieder gefühlt und es fühlte sich an wie vier Eier. Nach dem Foto könnten es fast fünf sein. Es war immer noch keine Meise im Nest, es werden also wohl noch mehr.

Weitere Info aus wissender Quelle:

Bei Meisen brütet nur das Weibchen, sie hat dann auch einen „Brütebauch“: die Federn am Bauch sind weg und die Haut ist dünn bzw. sehr gut durchblutet, so dass viel Wärme an die Eier kommt. Wenn sie brütet und man macht auf, kann es sein, dass sie sitzenbleibt, aber es ist wahrscheinlicher, dass sie wegfliegt. Dann sollte man den Nistkasten wieder zumachen und sich ruhig wieder entfernen, dann kommt sie zurück.

Apr 222016
 

Auf Anweisung von Lenni habe ich heute nachgefühlt. Es sind drei Eier. Da er sagte, die Mama legt jeden Tag eines dazu, werden es gestern auf dem Foto wohl zwei gewesen sein.

Gebrütet wird erst, wenn alle Eier da sind, daher kann ich das Nest zur Zeit sehr stressfrei inspizieren, es ist immer kein Eltern-Vogel da, wenn ich reinschaue.

Bin gespannt, wieviele Eier es noch werden. 🙂