Mai 212017
 

Langsam gewöhnen sich die Blaumeisen an uns.

Mai 172017
 

Ich habe ja zwei professionelle Nistkäste im Garten hängen, einen speziell für Meisen, einen für Rotschwänzchen. Letztere sind sich zu fein für mein Angebot, erstere haben es ja schon öfter angenommen. Da beide Kästen dicht bei einander hingen und ich gehört habe, dass sie einen Mindestabstand von fünf Metern haben sollen, habe ich heuer den Rotschwänzchenkasten umgehängt und den bewährten Meisenkasten an der alten Stelle gelassen.

Dann habe ich vor einigen Wochen bei Aldi einen Deko-Nistkasten gekauft und an der Terrasse aufgehängt.

Und nun ratet, welchen Kasten die Meisen bezogen haben.

Ja, genau, den Deko-Kasten an der Terrasse.

Vor einigen Tagen habe ich eine Meise erwischt, wie sie mit einem Schnabel voll Moos an eben diesem Kasten saß. Danach warf ich mal einen Blick hinein und tatsächlich war ein Nest gebaut worden.

Dieses Jahr war ja bisher eher kalt, weswegen wir selten draußen war. Daher hatte die Meise sich wohl diesen Platz ausgesucht. Das wird sich mit steigendenden Temperaturen aber ändern, ich bin nicht bereit, meine Terrasse für eine Meisenfamilie aufzugeben. Aber ich weiß ja auch dank meines Kollegen, dass Meisen ihrer Brut sehr treu sind. Nun war die Frage, ob die Störungen zu viel werden, bevor sie beginnen, Eier zu legen.

Vorgestern sah ich dann, dass das Nest mit Federn ausgelegt war, was ein deutliches Indiz dafür ist, dass es nun ernst wird. Und heute habe ich dann auch das erste Ei entdeckt. 🙂

Nun werden wir wohl aus nächster Nähe mitbekommen, wie die jungen Meisen aufgezogen werden.

Und der Profi-Kasten am ruhigen Ende des Gartens steht leer.

Die haben echt eine Meise, die Meisen. 😀

Mai 262016
 

Das Nest war still, ich wagte wieder, einen Blick hineinzuwerfen. Drei tote Jungtiere habe ich rausgeholt, das Nest erst mal drin gelassen. Ich hoffe, die anderen drei haben es geschafft und singen nun für mich. Diesmal sind sie völlig unbemerkt aus dem Nest geflogen.

Hinter dem Weiter-Link versteckt sich ein Foto der toten Jungtiere. Continue reading »

Mai 122016
 

Es kann natürlich auch Mama Meise sein… Aber auf jeden Fall hat mein Reingucken die Familie nicht weiter gestört. Es wird eifrig gefüttert und die Jungen werden jeden Tag lauter.

IMG_4593

Mai 112016
 

Ich wollte sie ja eigentlich in Ruhe lassen, aber da ich ein totes Meisenküken auf dem Weg gefunden habe (zu groß für meine, aber es machte mich trotzdem unruhig) und ich immer noch nichts aus meinem Meisenkasten hören konnte, beschloss ich heute, doch mal wieder einen Blick reinzuwerfen, mit den schlimmsten Befürchtungen.

Als dann Mama panisch flüchtete, als ich die Klappe öffnete, war ich erst mal beruhigt und wollte nachfühlen, wieviele Eier es nun sind. Zum Glück habe ich vorher geschaut und dann ganz schnell die Kamera reingehalten.

Hinterher habe ich den Kasten so lange beobachtet, bis eine Meise wieder rein ging. Alles gut gegangen. Puh. 🙂

Ich habe also (vermutlich, ist schwer zu zählen) sechs Küken.

Vermutlich sind sie 1-2 Tage alt, sie werden mit knapp unter 1 Gramm geboren und nehmen die ersten Tage pro Tag ca. 1 Gramm zu. Beide Eltern füttern, meist abwechselnd, selten sind sie auch gleichzeitig im Kasten.

Falls es jetzt zu Pfingsten kalt wird, wird die Mamma hudern, sie “brütet” die Jungen warm, so dass sie weiter den Schnabel aufsperren. Ohne den gelben Schnabelreiz füttern die Alten nicht bzw. wissen nicht, wo sie die Raupen reinstopfen sollen, die Kleinen werden schwächer und sperren noch weniger. Ein tödlicher Kreislauf, der verhindert werden muss.

Meisen haben einen sehr starken Futtertrieb. Ein Sperling würde nach so einer Störung schon nicht mehr zurückkommen. Deswegen im Zweifel immer die Tiere in Ruhe lassen. Und auch die Nerven der Meisen sollte man natürlich nicht überstrapazieren.

Interessant ist es auch, den “Toilettendienst” zu beobachten: Die Kleinen haben um die Vogelkacke ein Häutchen, so dass die Eltern die Scheisse mit dem Schnabel raustragen und irgendwo fallenlassen können. Sogar mit den Fingern kann man das Säckchen vorsichtig wegnehmen, ohne es zu zerreissen,  falls man die Kleinen z.B. zum Wiegen in der Hand hat und einer gerade was rauslässt.